KINBAKU – Verführungskunst durch das Seil
Shibari.. ein Wort das in der BondageScene in gleichen Atemzug genannt wird wie Kinbaku.
Doch betrachten wir es mal aus der Sicht eines Neuankömmlings in der Welt der Seile.
Shibari.. ein japanisches Wort oder die Bezeichnung für weben, verknüpfen oder flechten. In Bezug auf Seile verstehe ich darunter das Handwerk , die den Aktiven befähigt eine Fesselung nach allen Regeln der Kunst anzufertigen.
Kinbaku.. dieses *Zauberwort* umgibt sehr viel Mystik, meiner bescheidenen Ansicht nach. So sehe ich in diesem Wort eine Bedeutung für die Kunst der Verführung durch das Seil , oder die Macht , einen passiven Part in seine Traumwelt zu führen und ihn mit seinen eigenen Abgründen der Lust zu konfrontieren , ihn zu führen und die Extase durch und über das Seil auszulösen.
Doch so viele Menschen und Rigger , Aktive und Passive es gibt, die sich mit dem Thema Seil beschäftigen, so viele Meinungen gibt es auch hierzu.
In den vielen Diskussionen in Foren und realen Gesprächen, stellt sich immer wieder eines heraus..
Die Kunst der Verführung ist meist nur von der gegenseitigen Sympathie, und der Fähigkeit sein gegenüber deutlich zu spüren , abhängig..
Empathie als Grundlage für lustvolle Spiele zu zweit ?
Ja .. denn die Fähigkeit , aus der Sicht des anderen verstehend zu handeln.. die Lust des anderen beinahe bildlich zu erkennen und sie dann ebenso bildhaft im Kopf des anderen entstehen zu lassen , ist wahrlich eine Kunst die manche Rigger in jahrelangem Training erlernen ..
Eine Fesselung wird in den Jahren immer wieder perfektioniert, die Abläufe effizienter und das Gespühr für die Situation immer schärfer.. feinfühliger .. die Antennen für eine Situation, die man *nutzen* könnte, sind hochempfindlich geworden.
Durch dieses Training befähigt sich der Aktive, sein Gegenüber losgelöst vom Anspruch einer perfekten Fesselung, in unbekannte Sphärenbringen zu können.. und selbst dabei zu sein .
Solche eine Aussage mag etwas esoterisch anmuten. Ich finde jedoch.. ein grösseres geschenk kann uns das Gegenüber kaum machen… den wir werden Teil dessen was er von sich preisgeben mag .
Und was kannes schöneres geben , als dengeliebten Menschen in seiner Lust so nahe zu sein, das wir en rohes Ei in unseren Händen zu halten glauben ?.. wie ein Baby .. ohne Schutz.. ganz Klein.
So denke ich , das nebst der Empathie.. die Achtsamkeit und der Respekt für dein Gegenüber, die Liebe zu diesem Menschen uns befähigen , Kinbaku in der für uns Europäer am verständlichstenForm auszuleben.
Das Thema.. das wir Langnasen ( Gaijins) nie das Verständnis erfahren werden , wie es die *echten* Japaner tun, mag an einer anderen Stelle.. einer fernere Zeit beleuchtet werden
Ich freue mich jedoch , das in dieser Zeit , wo ich aktiv sein darf.. viele Erlebnisse und Erfahrungen mit Menschen , denen ich in den Seilen begegnen darf, beitragen.. meinen Horizont zu bereichern
Arrigato ghosaimashta
Dragonrope
~ von dragonrope am April 15, 2008.
Veröffentlicht in Gedanken, Persönliches
Schlagworte: Achtsamkeit, Fotomodel, Intimität, Kinbaku, Liebe, Respekt, Shibari





Danke für die Lektion bez. Kinbaku. Das macht die Sicht allmählich klarer
[...] gewürfelt werden oder wo Ansichten durchaus differieren. Umino hat in seinem Blog mal einen Beitrag über Kinbaku und Shibari geschrieben. Zumindest ein klein wenig Licht in das Dunkel der Seile sollte damit doch möglich [...]
Bondage Blog » Blog Archiv » Kinbaku? Shibari? Bondage? schrieb dies am April 18, 2008 um 10:52 |
[...] in das, was landläufig englischsprachig als Bondage, in Japan als Shibari oder Kinbaku bezeichnet [...]
nullwert › Bakushi schrieb dies am Juli 12, 2008 um 8:19 |