.. Kinbaku ! Kinbaku ?!
.. hmm.. dieser Begriff scheint mir in der letzten Zeit recht häufig in meinem Wortschatz kommentiert zu werden.
Kinbaku… eines der Schlagworte, welches sich in den geheimen Analen jener Gilde befindet, die sich ganz dem Seil verschrieben haben. Unlängst versuchte ich diesem Geheimnis mal auf die Schliche zu kommen. Doch so einfach scheint es nicht zu sein..
Und doch .. beim zu Bett gehen oder während Tagträumereien sinniere ich immer wieder über das Wesen von Kinbaku nach. Kinbaku.. so wie die vagen Quellen seitens Wiki sich erforschen lassen, stamme aus den alten Techniken des Hojojitsu. Das mag stimmen..
Kinbaku, wie ich es dereinst schon malin einem vorangehenden Post beschrieb, ist meiner Meinung nach aber die Verbindung die zwischen dem Rigger und seinem Opfer besteht- entstehen kann.
Während der Tage bei Steve bisher , vielen Fragen und dutzenden Antworten , stellt sich folgendes Bild dar..
Kinbaku ist nicht nur die Kunst des Verführens im Seil.. es ist auch die Achtsamkeit für den Menschen darin , zu spüren wohin es den anderen verlangt , seine Abgründe zu erkennen und sie schamlos offen zu legen , denn gerade das Spiel mit selbiger , also der Scham, ist das wundervolle und so spannende Spiel , das ausloten jener Grenze , jener Schwertschneide die entscheidet ob es nun ein lustvolles Spiel für beide oder den tiefen Schnitt in der Seele des Einen sein wird.
Man darf beim Spiel mit der Scham , hier wie in anderen SM-Gefilden , nicht ausser Acht lassen, wie tief man beim Gegenüber in seine Seele zu dringen vermag. Greifen wir in dieses Gefühl des zB *Ertappt seins * ein .. nutzen wir dieses.. und fördern die Lage noch mehr.. zeigen wir dem Gegenüber seine Schwachstellen auf und drängen ihn in die Ecke. Dieses kann sehr stimmulierend sein, zumahl dieses Gefühl mit so ungeahnter Kraft und Macht daherkommt, das wir wohl oft nicht Einhalt gebieten können..
So ist die Reaktion wohl oft als erstes zu erkennen, das wir selbst bemerken , wie nahe wir der Grenze dessen sind was uns so einheizt.. sozusagen die Schamesröte ins Gesicht treibt ja förmlich jagt.. denn erkennen wir dieses, erkennt es meist auch unser Gegenüber.. der Rigger, der dann um das *Geheimnis* weiss.
und so kann er sich dieses Geschenk, das oft, zumindest so wie ich es kennengelernt habe, in leisen Gesten , Schüchternheit, dem Zurückziehen oder Verstummen, zu nutze machen um entweder weiter voran zu schreiten.. weiter diesem ohnmächtig machenden Gefühl, diesem herrlichen Rausch nachgehen und sein Opfer treiben.
Dieses Gefühl für den Menschen , diese Empathie kann man wohl kaum wirklich erlernen, oder gelehrt bekommen.. es ist dann wohl stets eine dem Handwerk angelehnte Weise.. das fühlen und erspüren des Gegenübers in seiner Gesamthaftigkeit, seinem Wesen ist wohl Teil eines jener Dinge die wir Zeitlebens erlernen müssen. Die Einen mehr , die anderen weniger..
vielleicht das uns ACHTSAMKEIT dabei einen grossen Schritt hilft, achtsam sein und ganz im Moment des Tuns verweilen .. Erfahrung und die gesammelten Momente jenes Glücks.. werden uns, sowohl Rigger wie Model, helfend weiterbringen. Meines Erachtens ist es nicht allein der Rigger der solch eine Situation herbeiführen kann. Vielmehr ist es wohl die Sympathie für sein Gegenüber, die Ausstrahlung und Kraft, die Schlichtheit vielleicht, dennoch die Wachsamkeit und damit seine Achtsamkeit ( des Riggers ), die präsent ist , die es dem Model erlaubt sich fallen zu lassen ..
Ein Meister dieser Kunst scheint mir Yukimura Haruki zu sein .. der Murmler, wie einst in den Schlagzeilen in einem Interview beschrieben, versteht es die Frau langsam aber schon mit dem ersten Seil, der ersten Lage ganz in seinen Bann zu ziehen und sie entrinnt ihm nicht mehr .. nicht laut , nicht hart.. eher weich und sanft, aber knallhart in seiner gesamten Art und Weise
.. so denke ich , dürfen wir nie vergessen , das Bondage nicht die strenge Art einer Fesselung , nicht das Endprodukt , nicht allein die Fähigkeit ein Seil zu legen, ausmacht . Vielmehr ist es das wir es schaffen, selbst im Kleinen wachsam zu sein und die Zeichen des Gegenübers zu erkennen, selbst wenn sie beinahe unhörbar, beinahe unmerklich zu sein scheinen .
.. so leise , das wir selbst eine Nadel klimpern hören , wenn wir nur einen Augenblick ruhen .. um den Moment zu vergegenwärtigen.
Beim Blick auf mein Bücherregal fand ich folgendes Buch, das meiner Meinung nach durchaus einen Teil dazu beitragen vermag, Achtsam zu sein , Achtsamkeit zu (er) leben.. Tag für Tag .. Moment für Moment

dieses Buch erhälst Du hier oder in jeder gut sortierten Buchhandlung
bis demnächst aus Berlin
Dragonrope




[...] den ganzenBeitrag lesen ? Ja .. [...]
Bondage Blog » Blog Archiv » warum es einen Namen braucht .. schrieb dies am Mai 16, 2008 um 9:38 |